Legacy-Software ist ein Kulturproblem, das so tut, als wäre es ein Technikproblem
Abstract
Wenn über Legacy-Software gesprochen wird, zeigen fast immer alle auf den Code. Zu alt, zu komplex, untestbar. Doch das eigentliche Problem sitzt viel tiefer: Legacy entsteht dort, wo Wissen verloren geht, Verantwortung verdunstet und Teams aufhören, als Gemeinschaft am System zu arbeiten. Mit anderen Worten: Legacy ist ein Kulturproblem, das nur so tut, als wäre es ein Technikproblem.
In diesem Vortrag räumen wir mit den üblichen Mythen über Legacy-Systeme auf und schauen dorthin, wo die wahren Ursachen liegen. Warum werden Systeme unverständlich? Warum scheitern technische Rewrites so oft? Und was passiert kulturell in Organisationen, bevor Software "alt" wird?
Vor allem aber geht es darum, wie wir es besser machen können. Wie wir Wissen sichtbar halten, Zusammenarbeit stärken und eine Kultur schaffen, in der Software nicht verfällt, sondern gepflegt und verstanden wird.
Ein Vortrag für alle, die Legacy nicht länger bekämpfen, sondern endlich verstehen - und nachhaltig verändern wollen.

Christian Seifert
esentri AGChristian Seifert ist Principal Software Architect bei esentri und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Softwarelandschaften zukunftssicher zu gestalten – technisch fundiert, nachhaltig und mit Fokus auf starke Teams. Seit über 20 Jahren gestaltet und verantwortet er Softwareprojekte in unterschiedlichen Branchen und hat dabei gelernt, dass erfolgreiche Architektur nicht nur aus Code und Konzepten besteht, sondern vor allem aus Menschen, die gemeinsam an guten Lösungen arbeiten.
Wenn er nicht gerade über Systemdesign oder Teamdynamiken spricht, findet man ihn auf dem Fahrrad oder beim Joggen – oder bei schlechtem Wetter auf der Couch, wo er regelmäßig daran scheitert, seine Netflix-Watchlist zu verkleinern.